Aktuelles


An dieser Stelle informieren wir über anstehende Veranstaltungen und Clubaktivitäten!
Wenn Sie Interesse haben und unseren Club kennen lernen möchten, besuchen Sie uns an einem der offenen Clubabende
Wir freuen uns auf Sie - und leiten Sie direkt mit diesem Klick zu Ihrer E-Mail Anmeldung

Ihr findet uns auch bei Facebook und Instagram (si_hannover_2000)!


SI Podcast #23, Genitalverstümmelung

Genitalverstümmelung: es ist keine Tradition, es ist Folter.

Zum  #23 si podcast

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SI Podcast #22 Frau & Geld

Gespräch mit der Finanzexpertin Helma Sick

Zum Podcast

Wir sprechen mit der Finanzexpertin Helma Sick über ihr Lebensthema
Frauen und Geld.
Frau Sick hat ihr Unternehmen „Finanzdienstleistungen für Frauen
GmbH & Co. KG“ selbst aufgebaut und ist seit über 30 Jahren auf die
finanzielle Beratung von Frauen spezialisiert.
Ihre Mitarbeiterinnen und sie selbst haben den richtigen Blick für die spezifischen Lebenssituationen von Frauen…und für die Belange von Männern, die etwa ein Drittel ihrer Kunden ausmachen.

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Diese Folge wurde mit viel Herz von Manuela Nitsche aufgenommen.
Sie ist Vizepräsidentin für den Bezirk VIII und stellvertretende Kommunikationskoordinatorin bei SI Deutschland.

Buchempfehlungen:

  • Helma Sick, Renate Schmidt: „Ein Mann ist keine Altersvorsorge. Warum finanzielle Unabhängigkeit für Frauen so wichtig ist.“
  • Helma Sick, Renate Fritz: „Frau und Geld. Wie Frauen finanziell unabhängig werden. Wege und Strategien.“
  • Helma Sick: „Aufgeben kam nie in Frage: Warum ich dafür kämpfe, dass Frauen ihr eigenes Geld haben.“

Neuester Vortrag: Von der Pharaonin bis zum Heimchen am Herd

Webseite: https://www.frau-und-geld.com/

 

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SID Präsidentin Dr. Renate Tewaag zur Lage in Afghanistan

Statement zur Lage in Afghanistan

In den vergangenen Stunden haben sich die Ereignisse in Afghanistan überschlagen. Unsere Präsidentin Dr. Renate Tewaag äußert sich zur aktuellen Lage.

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Aus Afghanistan erreichen uns in den letzten Stunden erschreckende Nachrichten: Die radikalislamische Miliz Taliban ist ins Zentrum der Macht vorgerückt. Erschreckende Nachrichten sind das in erster Linie für die Menschen vor Ort: Schwere Menschenrechtsverletzungen, Angriffe auf Zivilistinnen und Zivilisten und Verletzungen des humanitären Völkerrechts nehmen in den von der Taliban kontrollierten Regionen rasant zu – nach UN-Informationen sind davon besonders Frauen und Journalistinnen und Journalisten betroffen. Menschen, die in den vergangenen Jahren ihr Leben riskiert und sich in der Politik, im Journalismus oder in Frauenrechtsorganisationen für eine offene und freie Gesellschaft eingesetzt haben, werden nun zu Opfern. Sie müssen zusehen, wie ihnen hart erkämpfte demokratische Freiheiten und Rechte entrissen werden. 

Der Schutz von akut gefährdeten Frauen – etwa Politikerinnen, Lehrerinnen oder Journalistinnen – muss deshalb oberste Priorität haben, ihre schnelle Evakuierung rettet Menschenleben! Doch das ist nur das Mindeste, was wir tun können. Wir benötigen darüber hinaus Rahmenbedingungen der Politik, die uns die unkomplizierte und kurzfristige Aufnahme von Menschen in akuter Gefahr ermöglichen.
Auch die humanitäre Hilfe in Afghanistan und den Nachbarländern, in die viele Menschen fliehen werden, muss intensiviert werden. Die dramatische Verschlechterung der Situationen – gerade für Frauen und Mädchen – zeigt, dass wir die Menschen im Kampf gegen die Taliban nicht sich selbst überlassen dürfen. Hier ist die internationale Politik gefordert, schnelle, konkrete und zielgerichtete Lösungen zum Schutz der Opfer zu finden!

Wir unterstützen die Forderung von UN Women - Offener Brief

Eure
Dr. Renate Tewaag

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100 Jahre Soroptimist International - Wir feiern!

Bezirkstreffen Bezirk III

25.September 2021, 15.00 -19.00 Uhr, Gutshof Rethmar


Aktuell - Flut 2021 - Wir stehen zusammen!

Über den „Katastrophenfonds“ unseres Hilfsfonds e. V. 

haben wir die Möglichkeit, betroffene Clubschwestern zu unterstützen.

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Wer seine Solidarität hier zum Ausdruck bringen möchte, spendet bitte gerne auf das Konto unseres

Soroptimist - Hilfsfonds e.V.

IBAN: DE83 6707 0010 0040 9003 00

Kennwort: „Flut 2021“.

Über die „betroffenen Clubschwestern“ hinaus, haben wir unter Würdigung dieser Ausnahmesituation die Möglichkeit, bei Bedarf Unterstützung zu gewährleisten z. B.

  • in nicht staatlichen Fraueneinrichtungen,
  • Migrantinnenhilfen,
  • Bildungsstätten für Frauen, Mädchen o. ä.

Sehr schlank und flott kann hier auf Anfrage loyal und unbürokratisch soroptimistische Hilfe geleistet werden.

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Maskenspende des SI Clubs Hannover 2000

1000 FFP2 Masken an Frauenhaus und Flüchtlingsunterkünfte

Menschen im Blick zu haben und Unterstützung zu leisten, wo es notwendig ist, gehört unter anderem zu den Grundsätzen von Soroptimist International (SI).
Aktuell gilt es, möglichst unbeschadet durch die Pandemie zu kommen. Da den Hilfsorganisationen die finanziellen Mittel zur Beschaffung von dringend benötigten Schutzmasken fehlen, hat der SI Club Hannover 2000 beschlossen, dem Unterstützerkreis Flüchtlingsunterkünfte Hannover e. V und dem Frauenhaus 24 - Sofortaufnahme für gewaltbetroffene Frauen und ihre Kinder 500 FFP2-Masken zu spenden.

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Die Inhaberin der Friedenstal Apotheke in Misburg, Kathrin Thum, erfuhr von ihrer Vorgängerin, der Soroptimistin Katrin Benter, von dem Projekt. Die Apothekerin verdoppelte spontan mit einer Spende von weiteren 500 Masken die ursprüngliche Stückzahl auf 1000. Somit kann der SI Club Hannover 2000 nun beiden Hilfevereinen jeweils 500 FFP2-Masken kostenfrei zur Verfügung stellen.
Das Frauenhaus 24 wurde bereits im Rahmen der Orange Day Aktion 2020 mit einer großzügigen finanziellen Zuwendung der beiden hannoverschen SI Clubs unterstützt.

Bildzeile: Maskenspende der Friedenstal Apotheke: Kathrin Thum (links) und Katrin Benter vom SI Club Hannover 2000 (rechts)

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Pandemie: Gruß von Sarah Hakenberg

Sarah Hakenberg hatte im November 2020 einen Auftritt im SI Club Hannover 2000 geplant. Wie so vieles, ist auch dieses Highlight, auf das wir uns sehr gefreut hatten, der Pandemie zum Opfer gefallen.
Umso mehr haben wir uns über dieses Video gefreut, dass Sarah Hakenberg für uns aufgenommen hat - als "kleinen Lichtblick"!

 


Frauen helfen Frauen!

2020

Clubs von Soroptimist International und Zonta in Hannover spenden für Frauenhäuser / Spendenübergabe an Sozialdezernentin Dr. Andrea Hanke

Direkte Hilfe für Frauen in Not: Am Donnerstag (10. Dezember) übergaben die Präsidentinnen der drei hannoverschen Clubs von Soroptimist International (SI) und Zontaeine Geldspende über 7000 Euro für die Frauenhäuser in der Region Hannover. „Gewalt an Frauen ist ein zentrales gesamtgesellschaftliches Thema – es ist so wichtig, immer wieder dafür zu sensibilisieren und damit beizutragen, betroffenen Frauen aus ihrer Situation herauszuhelfen“, sagte Dr. Andrea Hanke, die den Scheck stellvertretend für die Frauenhäuser entgegennahm.

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„Mit dieser Spende können die Frauenhäuser Ausgaben für die Frauen und ihre Kinder außer der Reihe finanzieren – gerade in Hinblick auf Weihnachten ist das eine tolle Unterstützung!“ „Bewusst machen, bekennen, bewegen“ – unter diesem Motto setzen sich die hannoverschen Clubs von Soroptimist International und Zonta mit öffentlichen Aktionen dafür ein, Gewalt an Frauen zu stoppen. Zuletzt sorgten unter anderem die von den Clubs initiierten Lichtinstallationen zum Orange Day am 25. November für große Aufmerksamkeit. Mit der Geldspende soll gewaltbetroffenen Frauen direkt und ohne Umwege geholfen werden. Der Spendenscheck geht jetzt an den Verein „Frauenhaus Hannover – Frauen helfen Frauen“, der Trägerin zweier Frauenhäuser in Hannover. Das Geld soll überwiegend für das Anfang 2020 eröffnete Frauenhaus24 eingesetzt werden. Das Frauenhaus24 bietetsofortigen Schutz und Unterbringung für gewaltbetroffene Frauen und ihren Kindern. Die Schutzeinrichtung ist rund um die Uhr an sieben Tagen in der Woche unter der kostenlosen Telefonnummer 0800-7708077 erreichbar.

Bildzeile: Geldspende für gewaltbetroffene Frauen: Dr. Sonja Köhler (rechts) vom SI Club Hannover, Katrin Benter (links) vom SI Club Hannover 2000 und Angela Ettl (2.v.r.) vom Club Zonta Hannover überreichten den Spendenscheck an Sozialdezernentin Dr. Andrea Hanke (2.v.l.). + + + Pressemitteilung + + + Region HannoverHildesheimer Straße 20 30169 Hannover

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Ein ORANGE WAY zum ORANGE DAY am 25. November 2020

Eine gemeinsame Aktion der beiden Clubs von Soroptimist International in Hannover mit Unterstützung von starken Partnern unter der Schirmherrschaft des hannoverschen Oberbürgermeisters Belit Onay. Die Frauen der hannoverschen SI Clubs haben am diesjährigen Orange Day im wahrsten Sinne des Wortes Farbe bekannt.

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Mit der Unterstützung von Unternehmen, Kirchen, Organisationen,Institutionen und Vereinen brachten sie am Abend des 25. November 16 markante Gebäude in Hannover zum orangefarbenen Leuchten. Doch damit nicht genug: Der spektakuläre ORANGEWAY, ein Konvoi von mehr als 40 Fahrzeugen, unterstrich die Forderung „STOPPT GEWALT AN FRAUEN“ und sorgte mit orange blinkenden Rundumleuchten für zusätzliche Aufmerksamkeit. Die Kolonne, darunter auch einige E-Fahrzeuge der Unterstützer, wurden von einer Polizeieskorte begleitet und passierte auf ihrem Weg durch Hannovers Innenstadt eine Vielzahl der leuchtenden Gebäude. Zum Abschluss formierten sich die Frauen mit aufgespannten orangen Schirmen in einer stillen Versammlung vor dem Schloss Herrenhausen an dessen Front Mottobotschaften und das Logo von Soroptimist International leuchteten. Die Präsidentinnen der beiden SI Clubs Hannover und Hannover 2000, Dr. Sonja Köhler und Ulrike Mensching, freuen sich, der niedersächsischen Sozialministerin Carola Reimann am 10. Dezembereine namhafte Spende als sichtbare Hilfe zugunsten von Gewalt betroffener Frauen zuüberreichen.

Vera Brand, Club Hannover 2000

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Orange Days 2020: Keine Gewalt gegen Frauen


Orange Day 2020 heißt für uns ....

Ute M. Soroptimist International, Club Hannover 2000

Ein gewaltfreies Leben für alle Frauen und Mädchen ist kein Privileg, sondern ein Menschenrecht!

 


Ariane Hölscher (Diplom-Designerin und Bewegungspädagogin)

Leider immer noch regelmäßig werden gewalttätige Aktionen gegen Frauen übersehen bzw. ignoriert. Gerade von Mitmenschen, die nebenan leben und /oder Zeuge der Taten werden. Und immer noch schleicht sich bei Manchen der Gedanke in den Kopf, „ist ja selbst schuld“.
Keine Frau ist selbst schuld, weil sie eine Frau ist! 


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Keine Frau wünscht sich freiwillig Erniedrigung und Qual als alltägliche Lebensform! Und keine Frau „hat es verdient“ Gewalt zu erleben und zu spüren.

Aber in allen Kulturen ist es nach wie vor fest verwurzelt, dass eine Frau doch auch selbst Anteil an der Gewalt hat, die gegen sie ausgeübt wird.... 
...das mag nur niemand zugeben!

Deshalb finde ich die Aktion der Orange Days sehr gut und wünsche mir, dass das Bewusstsein über die Aktionstage hinaus wach und offen bleibt. Ich wünsche mir Frauen, die nicht wegschauen und ich wünsche mir Männer, die sich die Augen öffnen lassen! Und ich wünsche mir eine Gesellschaft, die miteinander lebt und jeden Menschen respektvoll sieht! Wenn wir füreinander alle mehr Rückgrat zeigen, hat auch versteckte Gewalt weniger Macht.

 

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Claudia van Veen (Schauspielerin- Moderatorin)

Ich gebe zu, erst durch die Orange-Days der Soroptimisten wurde ich darauf aufmerksam:
In Deutschland wird jeden 3.Tag eine Frau durch ihren Partner getötet. Jede 4. Frau erlebt sexuelle/körperliche Gewalt. Laut Statistik gibt es jährlich 140.000 Fälle von häuslicher Gewalt. 24% der Frauen werden Opfer von Stalking, 42% von psychischer Gewalt.

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Mir war nie bewusst, was für Zahlen hinter Gewalt gegen Frauen stecken. Noch viel wichtiger: Wieviele Frauen, die eben nicht nur Zahlen sind, sondern Menschen mit Herz und Seele. Seelen, die gebrochen werden. Nur ca. 20% der Betroffenen nehmen Hilfe in Anspruch, manchmal, weil sie eventuell gar nicht wissen, wie und wo, meistens wohl, weil es ein natürlicher Impuls ist, die Schuld auch bei sich selbst zu suchen. Dazu kommt die Scham.
Liebe Frauen, steht auf! Werdet laut!
Es ist unser aller Recht, unseren Platz in der Gesellschaft und in unserer Familie/ Partnerschaft einzunehmen. Keine Frau, kein Mann, kein Kind ist weniger wert, als ihr/sein Nächster.
Oft wird gesagt: Nein heißt nein! Was aber, wenn das Nein oder ein Stopp gar nicht gehört wird? Wenn es in Jähzorn, Wut, Ignoranz oder Respektlosigkeit untergeht?
Dann sucht jemanden, der euch hört. Wir alle dürfen gehört werden! Es gibt Hilfe, zu jeder Zeit.
Ich bin keine Aktivistin, aber ich bin eine Frau. Und ich bin stolz darauf.

 

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Prof. Dr. Johann Bauersachs (Direktor der Klinik für Kardiologie und Angiologie, Medizinische Hochschule Hannover)

„Gewalt gegen Frauen“ ist ein Thema, das uns alle etwas angeht und an Brisanz niemals verliert. Die Bekämpfung von Gewalt jeglicher Form gegenüber Frauen und Mädchen weltweit ist der Grundstein der Gleichberechtigung und auch im Jahr 2020 leider noch eine Herausforderung.

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Die „Orange Days“ sind eine wichtige Aktion, um für dieses Thema zu sensibilisieren. Gerne möchte ich auf den Einsatz und das Engagement von Soroptimist International aufmerksam machen, wodurch die Entwicklung, Gleichstellung und Rechte von Frauen gestärkt werden.

 

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Babacar N‘Diaye (Teammanagement RB Leipzig, Ex Profi Fußballer bei Hannover 96, St. Pauli u.a. Verheiratet mit einer Hannoveranerin, 2 Kinder)

Stoppt Gewalt an Frauen!
Wir sollten den Frauen gegenüber Respekt und Anerkennung zeigen. Keine Frau hat es verdient unter Gewalt zu leben. Den Frauen haben wir unser Leben zu verdanken.

 


Heidi Aguilar (Feuerwerk der Turnkunst, Regie und Choreografie)

Null Toleranz für Gewalt!!!
Jegliche Art von Gewalt ist ein Leiden der Gesellschaft seit Menschengedenken! Wir müssen eigentlich ein komplettes Umdenken anstreben und fordern!Wertschätzung unabhängig von Ruhm und Reichtum, ob Mann oder Frau, egal auf welchem Kontinent, welcher Kultur auch immer! Gewalt an Frauen und Mädchen ist traurige Wirklichkeit tagtäglich für viel zu viele Frauen weltweit. Aber auch mitten in unserer Gesellschaft, in diesem Land , hier und jetzt!  Ein Tag der Erinnerung, Aufmerksamkeit, und Diskussion ist immer wichtig! Nach wie vor müssen Frauen um Gleichstellung in allen Bereichen kämpfen! Wie kann das sein??

 


Martin Argendorf (Präsident der Lindener NarrenNorddeutschlands populärste Karnevalsgesellschaften)

„Gewalt gegen Frauen“ ereignet sich leider täglich weltweit. Die Ursachen liegen oft in einemMachtbedürfnis des gewalttätigen Partners. Jüngere Frauen sind häufiger Opfer von Gewalt als ältere. Es gibt unterschiedliche Formen der Gewalt gegen Frauen: Körperliche, sexualisierte, psychische und viele weitere. Die Aktion der Soroptimistinnen in Hannover fordert uns auf, dieGleichstellung von Frauen zu begleiten und zu unterstützen. Fazit: Gewalt gegen Frauen ist asozial und geht gar nicht!

 


Nikolaj Georgiew (Regisseur und Filmproduzen)

„Es ist wichtiger denn je, das Thema „Gewalt gegen Frauen“ in die Köpfe derjenigen zu bekommen,die immer noch glauben, dass die Welt aus Männer UND Frauen besteht. Wir sind alle gleich undmüssen uns auch gegenseitig so behandeln.“Ich verabscheue Männer, die die Hand gegenüber Frauen heben.
Das was die „Orange Days“ da auf die Beine stellen, ist sauwichtig und wird von mir voll und ganzunterstützt.

 


Barbara Kantel (Dramaturgin und Leitung SPIELRÄUME Schauspiel Hannover)

Am 25. November ist wieder der "InternationaleTag zur Beseitigung der Gewalt gegen Frauen". Bei Vergewaltigung, sexuellen Übergriffen und sexueller Nötigung in Partnerschaften sind die Opfer zu 98,4% weiblich, bei Bedrohung, Stalking, Nötigung in der Partnerschaft sind es 88,5%. Bei vorsätzlicher, einfacher Körperverletzung sindes 79,9%, bei Mord und Totschlag in Paarbeziehungen sind 77% der Opfer Frauen.

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Mehr als einmal pro Stunde wird statistisch gesehen eine Frau durch ihren Partner gefährlich körperlich verletzt. Von psychischer Gewalt ist hiernoch gar nicht die Rede. Diese Zahlen sind aus der Gewaltstatistik des Bundeskriminalamtes aus dem Jahr 2018. Einfach nur eine Statistik? Die Zahlen verschlagen mir zunächst die Sprache. Aber ich will dazu nicht schweigen, nicht aufhören darauf hinzuweisen,

- dass Gewalt gegen Frauen eindeutig nicht mit einem bestimmten ethnischen Hintergrund oder einer sozialen Schicht zusammenhängt, sondernwirklich jede Frau treffen kann;- dass jede siebte Frau Ziel von Gewalt war oder wird, jede vierte durch den aktuellen oder ehemaligen Partner;- dass es dabei nicht um sexuell motivierte Handlungen geht, sondern um Macht. Gewalt gegen Frauen wird verübt, weil man(n) eigene Interessen durchsetzen, Gegner im Krieg demoralisieren oder zerstören, eigene Minderwertigkeitskomplexe überlagern und sich an einem Gefühl der Überlegenheit berauschen will;

- dass Gewalt gegen Frauen misogynistisch motiviert ist, also Frauen nur weil sie Frauen sind zum Ziel von Gewalt werden.Ein höchst alarmierender Zustand! In 99% aller Fälle von sexueller Gewalt sind die Männer Täter.Aber verantwortlich dafür, dass sich an dieser Situation nichts ändert sind auch Männer, die nicht eingreifen. Männer, die zuschauen. Männer,die durch sexistische Witze eine sexistische Kultur am Leben erhalten. Männer, die von Vorfällen wissen, aber nichts unternehmen. Gewalt gegen Frauen beginnt als Gewalt und Erniedrigung in den Köpfen – fast immer in den

Köpfen von Männern. Veränderung ist dringend geboten und sie fängt in den Köpfen (von Männern) an. Daher plädiere ich für eine Ergänzung im Titel dieses Gedenktages: Internationaler Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen DURCH MÄNNER!

 

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Emile Moïse (Inhaber der Tanzschule Salsa del alma Dance Academy GmbH)

„In meiner Praxis als Künstler und Tanzlehrer bin ich täglich konfrontiert mit der Frage des respektvollen Umgangs von Menschen untereinander. Wenn wir einmal das Konzept der Rollenverteilung im Tanzpaar betrachten, so ist zunächst der Herr der Führende, die Dame die Folgende.

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Dies erzeugt oft Missverständnisse, die wir als Lehrende verpflichtet sind auszuräumen. Kein Mann darf mit einer Frau machen, was er will, nur weil ihm die scheinbar machtvolle Führungsrolle zugeordnet ist. Vielmehr handelt es sich beim Tanzen um eine kontrollierte, sanfte und verantwortungsvolle Handlung. Im Sinne einer echten Kooperation. Nur so entstehen überhaupt effiziente (Bewegungs-) Abläufe und eine wunderbare Paarharmonie.
Ich denke, dieses tänzerische Leitmotiv können wir auf unsere Gesellschaft übertragen. Niemand sollte seine Machtposition ausnutzen, um seine Mitmenschen in verletzender Form zu dominieren oder deren Persönlichkeitsrechte zu verletzen. Niemand. Nirgendwo. Ich kämpfe dafür.“

 

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Klaus Grupe (1.Vorsitzender Kulturverein bauhof e.V. hemmingen)

Gewalt gegen Frauen erscheint oberflächlich als ein Problem, das uns hier in Mitteleuropa nichts angeht. Einer offenen, liberalen, modernen Gesellschaft mit relativem Wohlstand. DasStrafgesetzbuch und das Gewaltschutzgesetz stellen körperliche und sexuelle Gewalt, Belästigung und Nachstellungen unter Strafe. Daraus könnte man schließen, dass die wahrgenommenen Fälle permanent abnehmen.

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Allerdings sprechen die Statistiken eine andere Sprache. Nicht nur weltweit, sondern auch in Deutschland und Europa ist nach wie vor eine hohe Zahl zu verzeichnen. Häusliche Gewalt führt mit Abstand die Statistiken an, aber auch an der Arbeitsstelle oder in öffentlichen Orten finden diese Fälle statt. Darüber hinaus ist Gewalt in der Kommunikation eine Form von Gewalt, die nicht akzeptabel ist. Gerade im Zeitalter der digitalen Medien kommt dies immer häufiger vor. Ein Problem, dass in Zukunft bei dessen Bearbeitung noch enger in den Fokus genommen werden muss.
Insgesamt sehe ich es als ein gesellschaftliches Problem an. Die Ursachen für die Formen der Gewalt beziehen sich keinesfalls auf bestimmte Gruppen der Bevölkerung. In allen sozialen Milieus gibt es Menschen, die nicht in der Lage sind, ihre Emotionen zu kontrollieren und Konflikte verbal zu regeln. Menschen, die Macht ausüben wollen, über mangelndes Selbstbewusstsein verfügen.
Auch wenn es Beispiele für den Aufbau von Frauenhäusern, Beratungsstellen und Schutzwohnungen gibt, ist es erforderlich, mit intensiver Öffentlichkeitsarbeit dieses Thema ständig zu bearbeiten.In Zeiten zunehmender Individualisierung von Menschen viel zu häufig weggeschaut, statt aktiv zu werden und Gewalt als inakzeptables Mittel der Auseinandersetzung nicht zuzulassen.Es ist an uns allen, hierzu einen Beitrag zu leisten und Zivilcourage zu beweisen.

 

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Ronald Clark: (Direktor Herrenhäuser Gärten, Landeshauptstadt Hannover)

"Wo fängt Gewalt gegen Frauen an? Viele Frauen trauen sich, vor allem abends und nachts, nicht mehr nach draußen. Auf Straßen, Plätzen, Parks und Wälder. Und wenn, dann oft mit einem Gefühl der Unsicherheit und Angst. Können wir Männer das nachvollziehen, wenn wir wie selbstverständlichden öffentlichen Raum besetzen? Es hat viel mit unseren Signalen zu tun, die wir aussenden und die wir uns bewusster machen sollten. Angefangen von respektablem Abstand bis zur defensiven Körpersprache. Dieses Bewusstsein ist vielleicht ein kleiner Schritt, dass sich Frauen im öffentlichen Raum wieder sicher fühlen können. Aber immerhin ein erster."

 

 


Orange Days 2020

"Keine Gewalt gegen Frauen"

Anlässlich der Orange Days 2020 - internationale Protesttage gegen Gewalt an Frauen- zeigen wir Beispiele aus unserem Poster Projekt für die Beratungsstelle Kobra gegen Menschenhandel.Die Poster präsentieren Porträts einiger von Menschenhandel betroffener Frauen mit ihren als Stillleben dargestellten Wunschberufen. Die junge Fotografin Chantal Seitz gestaltete die Poster im Auftrag der Beratungsstelle Kobra. Die insgesamt 12 Poster im Format DIN A 1 können zu Ausstellungszwecken dort ausgeliehen werden. Unser Club Soroptimist International Hannover 2000 hat die Poster finanziert und wurde dafür von Soroptimist International Deutschland ausgezeichnet (bestes Projekt 2018). 



NEU ! Unser SI Shop

 

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